Uwe Kokotz, Leiter Zulassung

Woher kommst du und was führte dich zu cideon engineering?

Ich habe in Dresden an der Hochschule für Verkehrswesen Schienenfahrzeugtechnik studiert und danach bei der DB in Konstanz als Gruppenleiter im Wagendienst gearbeitet. Anschließend war ich bei der IVM Chemnitz für die Inbetriebsetzung von Fahrzeugen tätig. Als sich 1998 die Chance bot wohnortnah auf dem Gebiet der Bahntechnik zu arbeiten, habe ich nicht lange gezögert.  

Erzähl uns bitte etwas über deine Laufbahn bei uns.

Begonnen habe ich meine Laufbahn als Berechnungsingenieur in der Statik. Dort habe ich FEM-Berechnungen für verschiedene Fahrzeuge, darunter die BR 711.1, die Straßenbahn Krakau und diverse Güterwagen durchgeführt. Als nächstes kamen Berechnungen der Fahrzeugumgrenzung hinzu – hier wurde ich 2002 vom EBA als Sachverständiger auf diesem Gebiet anerkannt. Seit ca. 15 Jahren nimmt die Fahrzeugzulassung auch einen immer größeren Arbeitsanteil ein. Hier betreuen wir einerseits diverse Kunden bei der Zulassung ihrer Fahrzeuge, andererseits arbeiten wir als Inspektoren für die verschiedenen Prüforganisationen (NoBo, DeBo). Somit kennen wir beide Seiten des Prozesses – die des Antragstellers und des Prüfers. 

Was war dein bisher anspruchsvollstes Projekt?

Mein anspruchsvollstes Projekt war die Zulassung der HKX-Wagen. Hier sollten 40 Jahre alte Reisezugwagen modernisiert und für eine höhere Geschwindigkeit ertüchtigt werden. Die Herausforderung war, die verschiedenen Vertragsparteien aus dem In- und Ausland unter einen Hut zu bringen. Hinzu kam, dass sich durch eine lange Projektlaufzeit die Zulassungsanforderungen mehrmals änderten und auch viele Unterlagen mehrmals überarbeitet werden mussten.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Am meisten Spaß macht mir die Vielseitigkeit meiner Aufgaben. Heute sitze ich z.B. im Büro und morgen bin ich in einem Rangierbahnhof und vermesse ein Bremsgestänge. Dann führe ich wiederkehrende Untersuchungen an Fahrzeugen durch oder bin bei Kunden, um zu beraten, wie deren Fahrzeuge effektiv und kostengünstig zugelassen werden können. 

Was sollten Interessenten mitbringen für eine Tätigkeit in unserem Unternehmen?

Grundvoraussetzung ist eine solide Fachausbildung bzw. Studium, idealerweise mit Bezug zur Bahn. Auch eine gewisse Affinität zu Verkehr und Mobilität ist wünschenswert. Da wir ein Ingenieurbüro sind und der Großteil unserer Arbeit am Schreibtisch stattfindet, sollten Interessenten auch bereit sein, zeitweise in den Werken vor Ort zu schauen, um dort wichtige Anregungen für ihre Arbeit zu erhalten. 

Was schätzt du persönlich an cideon engineering? Wo siehst du noch Optimierungsbedarf?

Ich schätze an cideon engineering den kollegialen und fairen Umgang miteinander. Wir arbeiten nicht nur zusammen, sondern unterstützen uns auch gegenseitig. Wer Fragen hat, findet immer einen Ansprechpartner. Gern geben wir „alten Hasen“ unser gesammeltes Wissen weiter.